The Need for Speed – 3 Tipps zu Ladezeiten

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The Need for Speed – 3 Tipps zu Ladezeiten

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Wenn wir an Geschwindigkeit im Internet denken, denken wir eigentlich an Langsamkeit. Denn: Geschwindigkeit fällt uns vor allem dann auf, wenn sie fehlt. Vor allem Mobile fühlt sich das Internet häufig noch nicht nach Autobahn an. 

Eine von Google in Auftrag gegebene Studie zeigt: Wenn die Ladezeit sechs Sekunden statt einer Sekunde dauert, verdoppelt sich der Anteil derer, die nicht einmal das Laden einer Seite abwarten, sondern abbrechen und woanders ihr Glück suchen.

Diese Nutzerinnen und Nutzer tauchen oft gar nicht in den Reportings der Unternehmen auf, weil der Tracking-Code zum Zeitpunkt des Absprungs nicht geladen war. Die Opfer der Langsamkeit sehen wir also nicht immer.

Vergleicht man das interne Tracking mit externen Analysemethoden (z. B. dem ChromeUserExperience-Report) kann man erkennen, wie viele potenzielle Kunden einem durch die Lappen gehen. Aus Langsamkeit. 

Die Studie fand auch heraus: Eine Verkürzung der Ladezeit um 0,1 Sekunden kann die Conversionsrate um 8 % verbessern. Oder aus Sicht der Langsamkeit: 0,1 Sekunden Verzögerung können 8 % Umsatz kosten. Autsch!

Also, alles eine Frage der Ladezeit?

Die Ladezeit ist die zum Runterladen und Anzeigen des kompletten Inhalts einer Webseite notwendige Zeit. Bei dem Empfinden, wie schnell sich eine Seite anfühlt, spielen mehr Aspekte eine Rolle. Für den User ist nicht allein entscheidend, wann der letzte Code-Schnipsel geladen und angezeigt wird. 

Für das Gefühl von Geschwindigkeit ist wichtig, ab welchem Zeitpunkt die Seite benutzbarist. Oder, wann relevante Infos sichtbar sind. Oder, wann man nach an einem Klick auf einen Button merkt, dass tatsächlich etwas passiert. Wir haben also nicht nur ein, sondern sehr viele unterschiedliche Gaspedale. 

Alles zusammen ergibt eine Page Speed-Metrik, die angibt, wie schnell sich eine Seite anfühlt. Google hat die Page Speed sogar zu einem Rankingfaktor gemacht, weil Geschwindigkeit unbestritten die User Experience deutlich verbessert. 

Schnelle Seiten machen also nicht nur mehr Spaß und bringen mehr Umsatz, sondern sie werden obendrein besser gefunden. Dadurch ist weniger Marketing-Budget notwendig, was wiederum den Gewinn steigert. Eine Win-Win-Win-Situation.

Wie geben wir Gas? 

1Handbremse lösen

Neue E-Commerce-Projekte starten wir in der Regel mit einem Speed Audit, einer stichpunktartigen Analyse, mit der wir die größten Bremsen einer Website relativ schnell identifizieren können. Zusammen mit einem Blick auf bestehende Analyse-Daten lassen sich so die größten Hebel zur Optimierung schnell identifizieren und in kurzfristig umsetzbare Empfehlungen überführen.

2Gaspedal treten

In Speed-Optimierungsprojekten schauen wir uns die Website hinter den Kulissen sehr genau an: Wie können wir die Ladereihenfolge von Code optimieren? Lassen sich Teile der Website parallel oder sogar verzögert laden, damit die wichtigen Dinge schnell zum Nutzenden gelangen? Wie können Fonts, Icons oder Code optimiert werden? 

Durch eine kontinuierliche Aufzeichnung von unterschiedlichen Speed-Metriken vor und während der Optimierung, behalten wir den Impact der durchgeführten Maßnahmen im Auge.

3Motor tunen

Bei neuen Projekten oder Relaunches lohnt es sich, noch einen Schritt weiter zu gehen. Die klassischen Technologien stoßen irgendwann an natürliche Grenzen. Um diese zu überwinden, heben wir die Systemarchitektur der Website auf moderne Frameworks (z. B. VUE in Kombination mit Nuxt), die nochmal ordentlich Geschwindigkeit herausholen und die Website wie eine lokal installierte App wirken lassen.